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Die Darmflora – Das Multitalent der Körpermitte

Aktiv, intelligent, lernfähig. Diese Adjektive verbindet man mit vielen Dingen, wohl kaum einer wird jedoch zuerst an ein menschliches Organ denken. Dabei ist diese Umschreibung sehr treffend. Es handelt sich um den Darm, um genauer zu sein: um die Darmflora. Rund 100 Billionen Bakterien besiedeln unseren Darm und machen damit gut 2% unseres Körpergewichtes aus. Grund genug also, sich das Mikrobiom, wie die Darmflora auch genannt wird, etwas genauer anzusehen.


Partner des Immunsystems

80% unseres Immunsystems sind im Darm stationiert. Die Darmschleimhaut beheimatet einen Großteil der körpereigenen Immunzellen und auch die Bildung der Antikörper findet hier statt. Die Bakterien der Darmflora sind ein wichtiger Partner des Immunsystems, indem sie es auf Trab halten. Die Darmflora regt die Darmschleimhaut immer wieder zu Regenerationsprozessen an und hält die Darmschleimhaut intakt und gesund. Sie wehrt zudem die Ansiedlung krankheitserregender Keime ab. Die nützlichen Darmbakterien besiedeln zu diesem Zweck die Darmschleimhaut so eng, dass schädliche Keime dort gar keinen Platz mehr finden und die Darmschleimhaut geschützt ist. Es ist also nicht verwunderlich, dass eine gestörte Darmflora gleichzeitig auch eine Schwächung des Immunsystems mit sich zieht.

Gesunde Darmflora = gute Laune?

Wenn wir verliebt oder super glücklich sind, haben wir „Schmetterlinge im Bauch“. Wenn wir nervös, sehr wütend oder ge-
stresst sind, dann haben wir kaum Appetit. Es gibt derzeit verschiedene Studien, die auf einen Zusammenhang zwischen

unserer mentalen Gesundheit und dem Zustand unserer Darmflora hinweisen. Dass der Darm mit dem Gehirn vernetzt ist, ist schon länger bekannt und es werden ständig in beide Richtungen Informationen über das Wohlbefinden von Körper und Psyche ausgetauscht. Die Darmflora beeinflusst diesen Austausch. Sogar das Risiko für Angststörungen, Depression und ADHS ist vergrößert, wenn es im Darm nicht stimmt.  

Die Darmflora und die schlanke Linie

Die Darmflora ist an der Verstoffwechselung der Nahrung und somit an der optimalen Nährstoffverwertung beteiligt. Mit einer ungünstig zusammengesetzten Flora kann die Nahrung so verwertet werden, dass zum Beispiel schwer verdauliche Pflanzenfasern, die der Körper normalerweise als Ballaststoffe wieder ausscheidet, in energiereichen Zucker umgewandelt werden. Zudem neigen Menschen mit weniger Darmbakterien und einer geringeren Vielfalt der Darmflora eher zu Übergewicht.

Aufbau einer gesunden Darmflora

Die Zusammensetzung unserer persönlichen Darmflora wird schon während unserer Kindheit geprägt. Obwohl sie sich ab dem Kindergartenalter kaum noch verändert, gibt es verschiedene Wege, die Zusammensetzung der Darmflora zu optimieren. Vor allem über die Nahrung lässt sich ein gesundes Bakteriengleichgewicht fördern. Probiotische Präparate enthalten Milchsäure bildende Bakterien, wie verschiedene Lactobazillen oder Bifidobakterien, welche den pH-Wert im Darm senken und das Wachstum gesunder Bakterien fördern. Zu den Top-Lebensmitteln mit Milchsäurebakterien gehören Joghurt, Frischkäse oder auch Sauerkraut. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Gemüse, Nüsse oder Obst bestehen zum Teil aus unverdaulichen Pflanzenfasern, die den Darm ständig in Bewegung halten, aber auch den Darmbakterien als Nahrung dienen. Ungünstig auf die Darmflora wirkt sich eine Kost aus, in der Weißmehlprodukte, Fleisch, Fett und Zucker überwiegen.
Die Darmflora kann auch gezielt mit lebenden Darmbakterien aufgebaut werden. Dazu eignen sich besonders Präparate, die mehrere – idealerweise über zehn – Bakterienstämme enthalten. Auf diese Weise erhält Ihre Darmflora die erforderliche Vielfalt an Bakterien, die für eine gesunde Darmflora erforderlich ist.
Insbesondere während und nach einer Antibiotikumtherapie, welche nicht nur die schädlichen, sondern auch einen Teil der nützlichen Bakterien abtötet, ist es sinnvoll, probiotische Präparate einzunehmen. Auch lebende Bierhefekulturen unterstützen die Regeneration der Darmflora und neutralisieren bakterielle Giftstoffe.

 

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