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Was ist eigentlich eine Gürtelrose?

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Der Herpes Zoster, deutsch Gürtelrose, ist eine Hauterkrankung, ausgelöst durch Viren. Sie kann bei allen auftreten, die eine Varizellen-Infektion, also Windpocken, durchgemacht haben. Die Varizellen-Viren haben sich nach dieser Erstinfektion im menschlichen Organismus eingenistet und zwar in den Ganglien (Nervenknoten) der sensiblen Nerven im Hirn und Rückenmark.

Dort bleiben sie lebenslang und können sich unter bestimmten Umständen vermehren und eine Zweitinfektion, die Gürtelrose, auslösen. Diese Umstände können zunehmendes Alter oder eine geschwächte Immunabwehr sein. Die Viren wandern dann den Nerv entlang nach außen an die Haut und zwar in dem Gebiet, wohin sich die Viren zurückgezogen hatten. Wenn die Hirnnerven beteiligt sind, können das Gesicht, Auge oder Ohr betroffen sein. Hier kann es zur Schädigung des Sehnervs oder einer Gesichtslähmung (Fazialisparese) kommen. Wenn die Viren aus dem Bereich des Rückenmarks kommen, ist die Haut am Rücken betroffen.
Der Name Gürtelrose kommt von dem typischen, einseitig gürtelförmigen Hautausschlag mit Rötung und Bläschen auf gerötetem Grund. Erste Anzeichen der Erkrankung können Abgeschlagenheit, eventuell leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Juckreiz oder brennende Schmerzen sein, die fälschlicherweise anfangs oft als Rücken- oder Nierenschmerzen gedeutete werden.
In allen Fällen bilden sich in der Regel sehr kleine (stecknadel-bis reiskorngroße) wasserklare Bläschen, die sich dann eintrüben, manchmal auch blutgefüllt sein können. Der Inhalt dieser Bläschen weist eine hohe Viruskonzentration auf und ist ansteckend, weshalb eine Übertragung durch Schmierinfektion vermieden werden soll. Die Infizierten erkranken dann an Windpocken.
Behandelt wird die Gürtelrose mit virushemmenden Mitteln, begleitet von Schmerzmitteln und austrocknenden und antiseptischen Hautlotionen. Das Austrocknen der Bläschen dauert ca. 7-12 Tage, die volle Rückbildung der Symptome kann bis zu einem Monat dauern. In manchen Fällen können die Schmerzen chronisch werden und noch Monate oder Jahre nach Ausbruch der Gürtelrose bestehen.

Gibt es eine Möglichkeit, dieser Erkrankung vorzubeugen?

Diese Frage ist eindeutige mit „Ja“ zu beantworten, denn zum einen gibt es die Schutzimpfung gegen Windpocken. Diese von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfohlene Impfung wird in der frühen Kindheit durchgeführt, aber auch Erwachsenen angeraten, die die Windpocken nicht durchgemacht haben, damit erst gar keine Erstinfektion mit dem Virus passiert. Denn Windpocken, die, wie der Name schon sagt, durch Tröpfchen in der Luft übertragen werden, sind höchst ansteckend.

ep 2021 01 guertelrose impfungZum anderen steht seit Mitte 2018 der Herpes-Zoster-Impfstoff „Shingrix“ auf dem deutschen Markt zur Verfügung. Dieser soll verhindern, dass es zu einer Reaktivierung des Varizellen-Virus in Form einer Gürtelrose kommt. Zugelassen ist der Impfstoff für Personen ab einem Alter von 50 Jahren. Die STIKO empfiehlt „Shingrix“ für alle Personen ab 60 Jahren sowie für Personen ab 50 Jahren, bei denen eine schwere Grunderkrankung oder eine Immunsuppression besteht. Die gesetzliche Krankenversicherung muss diese Impfung für alle Personen ab 60 Jahren zahlen.

 

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