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Was tun bei Nasenspray- Sucht?

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Bei akutem Schnupfen und verstopfter Nase fällt die Nasenatmung zunehmend schwer und viele Menschen greifen auf abschwellende Nasensprays mit ihrer schnell einsetzenden und wohltuenden Wirkung zurück. Kurzfristig ist die Anwendung unproblematisch. Wird das Spray allerdings länger als 7–10 Tage am Stück angewendet und stellt sich ein Gewöhnungseffekt ein, wird die Anwendung nicht selten zur Sucht.


Wie wirkt das Nasenspray bei verstopfter Nase?
Die abschwellende Wirkung der Nasensprays und -tropfen beruht auf den Wirkstoffen Oxymetazolin oder Xylometazolin, sogenannte Sympathomimetika. Sie sorgen dafür, dass sich schon wenige Minuten nach der Anwendung die Gefäße der Nasenschleimhaut zusammenziehen und die Schleimhäute abschwellen; die Nase wird frei und man kann wieder durchatmen.


Wie kommt es zum Dauergebrauch?
Der abschwellende Effekt ist zwar befreiend, aber kurzfristig. Lässt die Wirkung nach, schwellen die Schleimhäute wieder an und der erneute Griff zum Nasenspray lässt meist nicht lange auf sich warten. Bereits nach einem regelmäßigen Gebrauch von nur einer Woche gewöhnt sich die Nasenschleimhaut an das Medikament, die Wirkdauer verkürzt sich, die Schleimhaut schwillt viel schneller wieder an und die Betroffenen greifen häufiger zum Spray. Man spricht vom sogenannten Rebound-Effekt.


Welche Folgen kann die Nasenspraysucht haben?
Die Folgen bei Dauergebrauch sind nicht unerheblich und wirken sich sowohl auf den Körper als auch auf die Psyche aus. Zu den körperlichen Beschwerden gehört die Schädigung der Nasenschleimhaut. Durch die chemischen Wirkstoffe wird diese gereizt und trocknet stark aus. Zum einen kommt es dadurch leicht zu Nasenbluten, zum anderen kann die Schleimhaut ihre wichtige Barrierefunktion nicht mehr erfüllen und wird anfällig für Krankheitserreger. Es kommt häufiger zu Erkältungskrankheiten und Sinusitis oder sogar zum Befall durch Bakterien. Diese Bakterien sondern faulig riechende Stoffwechselprodukte ab. Ihr unangenehmer Geruch ist nicht für die Betroffenen selbst, aber sehr wohl für ihre Mitmenschen wahrnehmbar, weshalb dieses Krankheitsbild auch als „Stinknase“ bezeichnet wird.
Psychisch haben die Betroffenen oft das Gefühl, nicht richtig atmen zu können, was sie bei Bewegung und Sport sehr einschränkt. Sie würden niemals ohne Nasenspray aus dem Haus gehen und auch das Einschlafen erscheint ihnen ohne dieses unmöglich.


Wie wird man seine Nasenspraysucht wieder los?Am besten bewährt hat sich die Methode des kontinuierlichen Ausschleichens. Hierbei reduziert man zunächst die Wirkstoffmenge pro Sprühstoß, indem man vom Erwachsenen- auf ein Kindernasenspray mit halber Wirkstoffstärke umstellt. War die Umstellung erfolgreich, sollte man versuchen, die Häufigkeit der Anwendung zu reduzieren. Zur Unterstützung kann man sich zunächst auch ein wirkstofffreies Salz- oder Meerwassernasenspray zur Hilfe nehmen, das zusätzlich angewendet werden darf.
Zur weiteren Reduktion kann nach ein paar Tagen das Nasenspray abwechselnd immer nur in einem Nasenloch angewendet werden, sodass sich die jeweils andere Seite an längere, Nasenspray-freie Intervalle gewöhnt.
Setzt man das wirkstoffhaltige Spray komplett ab, kann auch hier zunächst noch das Salz- oder Meerwasserspray helfen, die letzten Tage bis zur kompletten Entwöhnung zu erleichtern.


Haben auch Sie das Gefühl, dass Sie nicht mehr ohne Nasenspray durch den Alltag kommen und möchten diesen Zustand ändern? Sprechen Sie uns gerne an! Wir erstellen mit Ihnen gemeinsam einen sinnvollen und individuellen Plan, damit das Nasenspray für Sie schon bald keine Rolle mehr spielt!

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